Erfolgreiches Produktdesign durch interdisziplinäre Projektarbeit bereits in der Ausbildung

Aktuelle Projektentwicklungen auch im Investitionsgüterbereich sind gekennzeichnet durch das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Fachbereiche. Marketing-Experten, Konstrukteure und Produkt Designer sind angehalten anvisierte Ziele mit dem jeweiligen Blick aus ihrer Expertise heraus zu erreichen! Ebenso versuchen Produktionsverantwortliche und – aktueller den je – Arbeitsvorbereiter und Abteilungen der Materialbeschaffung ihren Einfluss auf ein zukünftiges Produkt und das Produktdesign geltend zu machen!

Verbesserte Kommunikation in der Ausbildung erforderlich

Die Koordination der unterschiedlichen Strömungen obliegt der Projektleitung als verlängerter Arm der Geschäftsleitung. Dabei ist es offensichtlich, dass die richtige Kommunikation zwischen den Akteuren für ein erfolgreiches Produktdesign und eine wirksame Corporate Design Strategie von zentraler Bedeutung ist. Allein schon die Formulierung der Projektziele lässt häufig, bewusst oder unbewusst Raum für Interpretationen. Genau hier liegt die Herausforderung! Jede Fachabteilung entwickelt Ideen mit eigenen Gewichtungen zu gestellten Aufgaben, beurteilt Spekulationen über Zukünftiges den eigenen Fähigkeiten entsprechend. Nur wenn alle Beteiligten in der Lage sind sich auf „Augenhöhe“ zu begegnen, fachspezifische Talente anerkennen und durch kluge Moderation der Projektleitungen geführt werden, können erfolgreiche Produkte entwickelt werden, die am Markt bestand haben. Aus meiner Sicht kann so etwas nur gelingen, wenn man es vorher übt!

Nur durch die Simulation dessen, was einen in der beruflichen Tätigkeit erwartet, kann man nach der Ausbildung gut vorbereitet den Einstieg in die Karriere beschreiten.

Zusammenarbeit für ein gelungenes Produktdesign

Schon zu meinen Studienzeiten kam unter uns Kommilitonen der Wunsch auf, interdisziplinär an Projekten zu arbeiten – konkret mit Studierenden aus dem Maschinenbau, aus dem Marketing etc. gemeinsam Projektarbeit zu betreiben, denn schon damals zeichnete sich in der studienbegleitenden Praxis im Bereich der Vakuumtechnologie ein Bild ab, das sich bis in die heutige Berufswirklichkeit nicht geändert hat!

Es war und ist zu beobachten, dass Kommunikationsstörungen innerhalb eines Entwicklungsteams einer flüssigen Zusammenarbeit im Wege stehen. Die Einschätzung der fachlichen Kompetenzen des jeweils Anderen und noch wichtiger die Überwindung von tradierten Rollenverteilungen innerhalb einer Gruppe lassen immer noch großen Raum für Verbesserungen. Ein angehender Konstrukteur sollte darauf vorbereitet sein sich an der visionären Strahlkraft eines Designentwurfs zu reiben, im Dialog zielführende Aspekte zu filtern und einen gemeinsamen Fokus zu sichern. Ebenso müssen Designer lernen das die Entwicklungszeit für ein Produktdesign begrenzt ist und jede noch so gute Idee innerhalb dieses Rahmens serienfertig entwickelt werden muss!

Auch müssen Materialeigenschaften heute mehr denn je nachhaltig sein und nicht nur günstig und gut zu beschaffen. Geschäftsführungen sollten in der Lage sein die Potenziale der visionären, spekulativen Fähigkeiten eines Designdienstleisters zu nutzen, um ausgegebene Ziele verbessert zu kommunizieren und projektübergreifend Unternehmenskommunikation durch eine stringente Corporate Design Strategie zu unterstützen.

Aus dieser subjektiven Einschätzung heraus lässt sich eindeutig der Wunsch nach Verbesserung und Erweiterung aller akademischen Ausbildungen in diesem Kontext ableiten, mit der Zielsetzung zukünftigen Generationen von Produktentwicklern verbesserte Arbeitsbedingungen zu schaffen.